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Archiv für die Kategorie ‘Nachhaltigkeit’

Japan ändert Einspeisetarif für Solarstrom

Mit der Kernenergie in eine schadstoffärmere und trotzdem sichere Energiezukunft. So konnte man die japanische Planung für den Energiesektor zusammenfassen, zumindest vor dem Reaktorunglück von Fukushima. Japan beginnt nun über ein neues Energiekonzept und eine stärkere Diversifizierung zu diskutieren; erneuerbare Energien dürften künftig an Bedeutung gewinnen.

So hat das japanische Wirtschaftsministerium (METI) den Einspeisetarif für Solarstrom umstrukturiert. Bisher erhielten private Haushalte 48 Yen pro Kilowattstunde, die sie wieder ins Netz einspeisten. Jetzt sind es 42 Yen (etwa 0,36 Euro; 1 Euro = rund 117 Yen). Die Vergütung für gewerbliche Einrichtungen allerdings wird verdoppelt – von 20 auf 40 Yen: “Mit der Umstellung des Einspeisetarifs will die japanische Regierung vor allem die Verbreitung von Solarstrom im Nicht-Wohnsektor voranbringen”, so Detlef Rehn, Analyst von Germany Trade & Invest in Japan. Von den 623 MW, die im Haushaltsjahr 2009 an neuen Solarstromkapazitäten geschaffen wurden, waren nur 12% für Unternehmen bestimmt. Bis 2020 soll diese Quote auf etwa 30% steigen. “Motiv für die Förderung des Solarstroms ist jedoch nicht allein der Umweltgedanke, sondern auch die Absicht, den heimischen Herstellern von PV-Anlagen zu helfen”, so Detlef Rehn weiter. Die japanischen Unternehmen haben in den letzten Jahren an internationaler Wettbewerbsfähigkeit etwas eingebüßt. Gemessen an der gesamten installierten Kapazität von 2,6 GW war Japan 2009 weltweit der drittgrößte PV-Markt (Marktanteil 11,5%), hinter Deutschland (9.7 GW, 42.2% Weltmarktanteil) und Spanien (3.4 GW, 14.9%). Der Anteil der Solarenergie an der gesamten Elektrizitätsproduktion in Japan lag 2008 bei gerade einmal 0,2% (Quelle: International Energy Agency). Zum Vergleich: In Deutschland liegt er bei 2%.

“Die erneuerbaren Energien und besonders der Solarstrom werden in Japan wahrscheinlich an Bedeutung gewinnen, doch trotzdem nur ein Nischendasein führen”, so Detlef Rehn von Germany Trade & Invest. Die Bank Sarasin schätzt, dass das durchschnittliche jährliche Wachstum der neu installierten PV-Leistung von 2009 bis 2015 bei etwa 30% liegen wird.

zur Erinnerung: Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.

CDU/CSU-Fraktion fordert Kürzung der Solarstrom-Förderung

10. Dezember 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Die Förderung von Solarstrom soll auf ein Drittel gesenkt werden. Das fordert Thomas Bareiß, Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, im ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. Die Förderung der Photovoltaik laufe aus dem Ruder. Der Solarstrom koste zu viel und bringe zu wenig. Dem Verbraucher könne nicht mehr zugemutet werden, über die Ökostrom-Umlage eine weitere Steigerung der Förderung zu zahlen. “Deshalb müssen wir in den nächsten Jahren die Photovoltaik begrenzen auf ein Drittel von dem, was wir bisher machen”, fordert Bareiß. Der CDU-Politiker hat in einem Brief an Bundesumweltminister Norbert Röttgen eine Deckelung der Solarstromförderung angemahnt. Die Zubauraten von Photovoltaik-Anlagen und damit die erzeugte Menge Solarstrom seien in den vergangenen Jahren dramatisch angestiegen.

Die Zeche zahlt der Verbraucher”, bemängelt Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in WISO. Die Förderung stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen. 2009 seien schon 10 000 Megawatt Strom von Photovoltaikanlagen erzeugt worden. “Das wird sich dieses Jahr verdoppeln, im nächsten Jahr verdreifachen. Das kostet den Verbraucher in den nächsten 20 Jahren dann etwa 100 Milliarden Euro.”

Über die Einspeisevergütung zahlt jeder Stromverbraucher allein für Solarstrom zwei Cent pro Kilowattstunde. Daran möchte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) festhalten. BSW-Präsident Günther Cramer kündigt in WISO an, die Solarbranche habe sich auf eine Reduzierung der jährlichen Zubaurate von maximal 5000 Megawatt verständigt. Bis zum Jahr 2020 könne Solarstrom zehn Prozent der elektrischen Energie in Deutschland decken. “Das alles schaffen wir, ohne dass wir mehr als zwei Cent Umlage für die Photovoltaik benötigen”, erklärt Cramer in WISO.

Neues Unterrichtspaket zum Thema “Nachwachsende Rohstoffe”

8. Dezember 2010 Hinterlasse einen Kommentar

Praxisorientiert, fachdidaktisch fundiert, modern und spannend – so präsentiert sich das neue Unterrichtspaket, herausgegeben von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR). In vier Modulen liefert es Anregungen für die Vorbereitung und Durchführung anschaulicher Unterrichtsstunden. Es umfasst eine Lehrermappe mit Lehrerheft inkl. einer DVD mit umfangreichen Begleitmaterialien sowie 4 x 30 Schülerhefte (1 Klassensatz pro Modul). Konzipiert für den Einsatz in den Jahrgangsstufen 5 bis 12, ist das multimediale Lehr- und Lernpaket fächerübergreifend in Geographie, Physik, Chemie, Biologie, Deutsch, Wirtschaft/Recht sowie Sozialkunde/Politik einsetzbar.

Das Bildungskonzept: nachhaltig und didaktisch anspruchsvoll Ressourcenschonung und der Schutz von Umwelt und Klima zählen zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit. Um Gegenwart und Zukunft aktiv und verantwortungsvoll gestalten zu können, braucht es entsprechende Kompetenzen. Mit dem Unterrichtspaket “Nachwachsende Rohstoffe” möchte die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) einen Beitrag dazu leisten, diese zukunftsorientierte Handlungskompetenz aufzubauen und zu fördern. Dabei sollen kognitive, emotionale und vor allem aktive Komponenten so in die Unterrichtsarrangements integriert werden, dass motivierendes und facettenreiches Lernen möglich ist.

Herausgeber und Autoren: vom Fach!

Die FNR fördert als Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Forschung und Entwicklung zu nachwachsenden Rohstoffen und informiert dazu mit einem umfassenden Angebot an Veröffentlichungen. Entwickelt und umgesetzt wurde das neue Unterrichtspaket von Dr. Astrid Jahreiß, Andrea und Uwe Längenfelder sowie Manfred Müller (alle Universität Bamberg) unter fachlicher Beratung von Prof. Dr. Hans Joachim Bader (Universität Frankfurt).

Die Bestellung: umweltfreundlich, weil papierlos, unter www.hydrogeit.de

Kleine Anfrage zu Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind teilweise konkurrenzfähig, teilweise teurer als herkömmliche Baustoffe. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17/2697) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2389) hervor. Wie die Bundesregierung ausführt, bestimme nicht allein der Preis die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch unter anderem technische und ökologische Leistungsmerkmale.

Im Wohnungsbau beispielsweise habe der Anteil des Holzbaus im Jahr 2007 bei 15 Prozent gelegen – ein Anteil, der sich laut Bundesregierung seit 1990 verdoppelt habe. Mit der Erzeugung und Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe im Bereich der stofflichen, chemisch-technischen Nutzungen und der Werkstoffe (ohne Holz) seien schätzungsweise 60.000 bis 100.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze verbunden. Im Bereich der stofflichen Nutzung von Holz seien etwa 1,2 Millionen Menschen beschäftigt.

Wie gefährlich sind Kohlenstoff-Nanopartikel?

Mit 2,5 Millionen Euro fördert das BMBF den Forschungsverbund “Carbon Black”, an dem auch das Fraunhofer ITEM in Hannover beteiligt ist. Hier sollen in den kommenden drei Jahren die toxikologischen Wirkungen dieser Kohlenstoff-Nanopartikel getestet werden – an menschlichen Lungenzelllinien und Lungenschnitten sowie im Tierversuch. Carbon Black (Industrieruß) wird in großen Mengen z.B. in der Produktion von Autoreifen verwendet.

Lungengewebe der Maus mit Carbon-Black-Partikeln

Lungengewebe der Maus mit Carbon-Black-Partikeln

“Carbon Black” ist die englische Bezeichnung für Industrie-Ruß, ein Material, das weltweit in großen Mengen hergestellt wird. Es besteht aus kleinsten Nanopartikeln und wird beispielsweise in der Produktion von Autoreifen und anderen Kunststoffen verwendet. Ein Gesundheitsrisiko dieser Kohlenstoff-Nanopartikel (CBNP) kann bisher nicht ausgeschlossen werden, die Weltgesundheitsorganisation stuft die Partikel als potenziell krebsauslösend ein. Mit insgesamt 2,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun den Forschungsverbund “Prädiktion humantoxikologischer Wirkung synthetischer Carbon Black Nanopartikel”, um zu klären, inwieweit das Gefährdungspotenzial von den verschiedenen Eigenschaften der unterschiedlichen Carbon-Black-Sorten abhängt. Am Fraunhofer- Institut für Toxikologie und experimentelle Medizin (ITEM) in Hannover werden insbesondere die toxikologischen Wirkungen auf menschliche Lungenzelllinien und Lungenschnitte getestet und im Tiermodell überprüft. An dem Verbund beteiligt sind außerdem Arbeitsgruppen der Universität Lübeck, der technischen Universität Karlsruhe, der Uni Marburg sowie das Forschungszentrum Borstel, das die Aktivitäten koordiniert.

Die Wissenschaftler im Verbund wollen in den kommenden drei Jahren ein mehrstufiges Prüfsystem entwickeln, mit dem die toxischen Wirkungen von verschiedenen Carbon-Black-Nanopartikeln auf Lunge und Atemwege des Menschen bestimmt werden können. Denn die Lunge ist der wichtigste Weg, über den die Nanopartikel aus der Luft in den Körper des Menschen gelangen: Rund 10.000 Liter Luft atmet der Mensch täglich ein. Das Prüfsystem soll das mögliche Risiko in verschiedenen Testsystemen quantifizieren: In Lungenzellkulturen, Lungenschnitten (Precision Cut Lung Slices, PCLS), Gewebekulturen sowie im Tiermodell im Rahmen von Inhalationsstudien. Da die Oberfläche der oberen Atemwege – Luftröhre und Bronchien – morphologisch und funktionell anders ausgestattet ist als die unteren Atemwege, werden im Projekt Zellen und Gewebe aus verschiedenen Bereichen untersucht und bewertet.

Am Fraunhofer ITEM bieten die Lungenschnitte (PCLS) entscheidende Vorteile im Vergleich zu anderen In-vitro-Methoden. Dieses in den vergangenen Jahren entwickelte Modell ermöglicht Tests an einem Gewebe, das verschiedene Zelltypen, Zell/Zell-Interaktionen sowie Polarität von Zellen aufweist. Das PCLS-System hat damit eine hohe biologische Relevanz und wird derzeit in einem anderen BMBF-Projekt als Ersatzmethode für die Prüfung der Toxizität von inhalierbaren Chemikalien prävalidiert.

Das Ziel der Forscher im Forschungsverbund Carbon Black ist es letztlich, Modifikationen der Carbon Black-Nanopartikel zu finden, die gesundheitlich unbedenklich sind und somit eine wirtschaftliche Nutzung ohne Risiken zulassen.
Forschungsverbund CarbonBlack

Projektpartner:

  • Forschungszentrum Borstel,
  • Philipps Universität Marburg,
  • Karlsruher Institut für Technologie,
  • Universität Lübeck,
  • Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin.

Koordinator: Prof. Dr. Heinz G. Fehrenbach (hfehrenbach@fz-borstel.de), Forschungszentrum Borstel

Bayer MaterialScience und Züblin wollen bei energieeffizienten Gebäuden zusammenarbeiten

Bayer MaterialScience und die Ed. Züblin AG haben eine Kooperation zum Bau schlüsselfertiger energieeffizienter Gewerbegebäude vereinbart. Beide Unternehmen haben jetzt eine entsprechende Absichtserklärung für ein gemeinsames Pilotprojekt unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung will Bayer MaterialScience über sein EcoCommercial Building Program und dessen Netzwerk-Mitglieder in den Bereichen integrierte Beratungsleistungen, Energie- und Materiallösungen eng mit Züblin zusammenarbeiten.

“‘Grüne Gebäude’ stoßen bei Bauunternehmern und Investoren auf immer größeres Interesse, weil sie sowohl mit verbesserter Umweltverträglichkeit als auch mit niedrigeren Betriebskosten punkten können”, sagt Jörn Beckmann, Mitglied des Vorstands bei Züblin. “Durch unsere Kooperation mit Bayer MaterialScience und seinem EcoCommercial Building Program wollen wir unsere Position als ein führender Anbieter nachhaltiger Lösungen für den Bau weiter stärken.”

Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Senkung des Energieverbrauchs von gewerblichen Gebäuden. Ermöglicht wird dies durch ein ganzheitliches Konzept, das die Dämmung der Gebäudehülle optimiert, energiesparende Technologien einsetzt und erneuerbare Energie vor Ort erzeugt. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auch auf moderne Materiallösungen für den Innenraum, die das Wohlbefinden der Nutzer stärken und gleichzeitig die Energieeffizienz erhöhen.

“Das EcoCommercial Building Program ist ein innovatives Geschäftsmodell, das wir für die Baubranche entwickelt haben”, so Peter Vanacker, Mitglied des Executive Committee von Bayer MaterialScience und Schirmherr des globalen Programms. “Die meisten für den Bau von ´grünen Gebäuden´ benötigten Lösungen gibt es bereits. Unser Programm bündelt all diese Angebote und ermöglicht es den Kunden, die Material- und Technologieinnovationen für den Bau von ´grünen Gebäuden´ effektiv einzusetzen und so nachhaltiges Bauen in der Praxis zu ermöglichen”, erklärt Vanacker.

Bayer MaterialScience hat das EcoCommercial Building Program initiiert, um weltweit Entscheidungsträger in der Baubranche bei der Umsetzung von umweltfreundlichen und zugleich wirtschaftlichen Gebäuden zu unterstützen.

“Die Nutzer des Programms haben Zugang zu führenden Experten und Leistungen, von der Analyse und Planung über Baumaterialien bis hin zu den neuesten Gebäudetechnologien – und zwar passgenau auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten”, erläutert Dr. Thomas Braig, Leiter des Programms bei Bayer MaterialScience für die Region Europa, Naher Osten, Afrika. “Letztendlich bedeutet das: mehr Wettbewerb um die beste Lösung. Somit lassen sich Rentabilität und Nachhaltigkeit von Gebäuden deutlich verbessern. Davon profitieren Bauherren, Gebäudenutzer und Umwelt gleichermaßen.”

“Wir möchten das Potenzial des ganzheitlichen Ansatzes und der innovativen Produktlösungen, die das EcoCommercial Building Program bietet, voll ausschöpfen. Damit können wir die Nachhaltigkeit und den Wert schlüsselfertiger Gebäude von Züblin zusätzlich erhöhen und unsere Marktführerschaft im deutschen Hoch- und Ingenieurbau weiter stärken”, fügt Jörn Beckmann hinzu.

Über das EcoCommercial Building Program

Das globale EcoCommercial Building Program von Bayer MaterialScience ist ein Bestandteil des Bayer Climate Program. Es bietet Entscheidungsträgern in der Baubranche ein einzigartiges Portfolio an Dienstleistungen und Materiallösungen für energieeffizientes und wirtschaftliches Bauen. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Netzwerk an Mitgliedern unterstützt Bayer MaterialScience im Rahmen des Programms beispielsweise Architekten, Projektleiter, Bauunternehmer, Entwickler sowie Manager größerer Unternehmen bei der Realisierung öffentlicher und gewerblicher Gebäude, die bisherige Standards in Sachen Nachhaltigkeit deutlich übertreffen. Das Angebot reicht dabei von Energieeffizienzberechnungen während der Planung über die Verwendung umweltverträglicher Materialien bis zur Erzeugung erneuerbarer Energie.

CO2-Sanierungsprogramm sicherte 2009 rund 290.000 Arbeitsplätze

Im vergangenen Jahr sind im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms Bundesmittel in Höhe von 2,02 Milliarden Euro zusagt worden. Das durch diese Bundesmittel ausgelöste private Investitionsvolumen habe 18,4 Milliarden Euro betragen und rund 290.000 Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk gesichert, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/2610) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2385).

Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien von der KfW Bankengruppe Kreditzusagen in Höhe von 5,04 Milliarden Euro erteilt worden. Außerdem seien Zuschüsse in Höhe von 80,5 Millionen Euro bewilligt worden. Der Bundeshaushaltsentwurf für 2011 sehe für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm 437 Millionen Euro vor.

Kategorien:Nachhaltigkeit, Politik

Umsatzrekord in Österreich für Gebäudebeschattung

Immer mehr Gebäude werden mit Beschattungssystemen ausgestattet. Im Jahr 2010 werden damit bereits mehr als € 200 Mio. umgesetzt, analysieren Kreutzer Fischer & Partner | Marktanalyse im aktuellen Branchenradar.

Es sind nicht alleine heiße Tage wie zumeist im Juli 2010, die die Sinnhaftigkeit eines professionellen Gebäude-Beschattungssystems vorführen. Der Trend zum energieeffizienten Bauen bringt es einfach mit sich, dass Gebäude schon standardmäßig mit außen liegenden Jalousien, Raffstores, Rollläden oder Fenstermarkisen ausgestattet sind. Denn die großen Fensterflächen heizen die Wohnräume bei Sonneneinstrahlung rasch auf. Und was im Winter hilft Heizkosten zu sparen, wird im Sommer rasch zur Plage. Beschattungssysteme sind daher eine effektive Maßnahme, um das Gebäudeinnere auch im Sommer kühl zu halten.

Im Jahr 2009 werden in Österreich mit Beschattungssystemen knapp 200 Mio. Euro umgesetzt, 2010 wird die Schallmauer mit großer Wahrscheinlichkeit durchbrochen. Bereits im ersten Halbjahr 2010 liegt der Umsatz um gut vier Prozent über Vorjahr. Das nach wie vor beliebteste Beschattungssystem sind Rollläden. Zwar ist die Sichtbeeinträchtigung im geschlossenen Zustand hoch, dafür sind sie auch ein effektiver Einbruchsschutz und vergleichsweise günstig. Der Umsatzanteil von Rollläden liegt aktuell bei rund 30%. Deutlich auf der Überholspur sind Raffstores, also außen liegende Jalousien. Sie bieten eine optimale Belichtung der Wohnräume bei gleichzeitigem Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und geben dem Haus einen stylischen Anstrich. Der Marktanteil von Außenjalousien/Raffstores liegt bereits bei 25%. Die restlichen Erlöse entfallen auf Fenster- bzw. Gelenkarmmarkisen, Sonnensegel sowie auf innen liegenden Sonnenschutz.

Krebserregende PAK sollen verboten werden

PAK – drei Buchstaben, hinter denen sich ein ernstes Problem verbirgt. Denn einzelne Vertreter der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe sind krebserzeugend. ÖKO-TEST beispielsweise findet diese Schadstoffe immer wieder in den verschiedensten Alltagsprodukten. Die Palette reicht von Kinderzahnbürsten über Beißringe, Wickelauflagen, Gummistiefel, Spielzeug, Fahrradkindersitze, Laufräder und Matschhosen bis hin zu Haartrocknern, Damensneakers, Freizeitsandalen, Pulsmessern, PVC-Bodenbelägen und Radiergummis. Das Frankfurter Verbrauchermagazin fordert deshalb schon lange ein Verbot dieser gefährlichen Schadstoffe.

Nun macht sich Deutschland dafür in der Europäischen Union stark. In einem so genannten Beschränkungsdossier hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Vertretern von Umweltbundesamt (UBA), des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammengetragen, warum die Stoffe so schnell wie möglich verboten werden sollten. In dem Dossier, deren Auftraggeber Bundesverbraucherschutz- und Bundesumweltministerium sind, wird unter anderem auf verschiedene Testergebnisse von ÖKO-TEST Bezug genommen.

Acht Kandidaten aus der Gruppe der PAK sollen nun ganz allgemein in Verbraucherprodukten verboten werden. Das heißt: Es dürfen nicht mehr als jeweils 0,2 Milligramm der genannten PAK pro Kilogramm etwa in Schuhen, Sportartikeln und Wasserspielzeug nachgewiesen werden. Das Verbot soll ausdrücklich für Verbraucherprodukte gelten und auf einer Regelung im Chemikaliengesetz fußen, die erst im Sommer 2009 in Kraft getreten ist: Nach Absatz 2 Artikel 68 der so genannten Reach-Verordnung dürfen Stoffe, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend der Kategorie 1 und 2 eingestuft sind, in Verbraucherprodukten über Grenzwerte oder aber über ein Verbot reglementiert werden. Allerdings ist nur die EU-Kommission berechtigt, ein solches Beschränkungsverfahren in Gang zu bringen. Der besagte Artikel ermöglicht es sogar, das Verbotsverfahren innerhalb von wenigen Monaten durchzuziehen. Dagegen dauern normale Beschränkungsverfahren in der Regel mehrere Jahre.

Auf der ÖKO-TEST-Webseite gibt es unter http://presse.oekotest.de/presse/PAK-22-07-2010.pdf eine Liste mit allen Produkten veröffentlicht, in denen die Labors PAK gefunden haben.

Krebserregende PAK sollen verboten werden

Behörden beziehen sich auf ÖKO-TEST-Untersuchungen

PAK – drei Buchstaben, hinter denen sich ein ernstes Problem verbirgt. Denn einzelne Vertreter der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe sind krebserzeugend. ÖKO-TEST findet diese Schadstoffe immer wieder in den verschiedensten Alltagsprodukten. Die Palette reicht von Kinderzahnbürsten über Beißringe, Wickelauflagen, Gummistiefel, Spielzeug, Fahrradkindersitze, Laufräder und Matschhosen bis hin zu Haartrocknern, Damensneakers, Freizeitsandalen, Pulsmessern, PVC-Bodenbelägen und Radiergummis. Das Frankfurter Verbrauchermagazin fordert deshalb schon lange ein Verbot dieser gefährlichen Schadstoffe.

Nun macht sich Deutschland dafür in der Europäischen Union stark. In einem so genannten Beschränkungsdossier hat eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Vertretern von Umweltbundesamt (UBA), des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammengetragen, warum die Stoffe so schnell wie möglich verboten werden sollten. In dem Dossier, deren Auftraggeber Bundesverbraucherschutz- und Bundesumweltministerium sind, wird unter anderem auf verschiedene Testergebnisse von ÖKO-TEST Bezug genommen.

Acht Kandidaten aus der Gruppe der PAK sollen nun ganz allgemein in Verbraucherprodukten verboten werden. Das heißt: Es dürfen nicht mehr als jeweils 0,2 Milligramm der genannten PAK pro Kilogramm etwa in Schuhen, Sportartikeln und Wasserspielzeug nachgewiesen werden. Das Verbot soll ausdrücklich für Verbraucherprodukte gelten und auf einer Regelung im Chemikaliengesetz, die erst im Sommer 2009 in Kraft getreten ist, fußen. Nach Absatz 2 Artikel 68 der so genannten Reach-Verordnung dürfen Stoffe, die als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend der Kategorie 1 und 2 eingestuft sind, in Verbraucherprodukten über Grenzwerte oder aber über ein Verbot reglementiert werden. Allerdings ist nur die EU-Kommission berechtigt, ein solches Beschränkungsverfahren in Gang zu bringen. Der besagte Artikel ermöglicht es sogar, das Verbotsverfahren innerhalb von wenigen Monaten durchzuziehen. Dagegen dauern normale Beschränkungsverfahren in der Regel mehrere Jahre.

Dass die deutschen Behörden nun beispielhaft ein solches Verfahren in Gang bringen, ist auch auf die jahrelange Kritik von ÖKO-TEST zurückzuführen. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des Frankfurter Verbrauchermagazins, erklärt: „Wir haben immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass PAK-verseuchte Produkte völlig vermeidbar sind, da alternative Materialien längst auf dem Markt erhältlich sind.“

Auf der ÖKO-TEST-Webseite (http://presse.oekotest.de/presse/PAK-22-07-2010.pdf) hat das Verbrauchermagazin eine Liste mit allen Produkten veröffentlicht, in denen die Labors PAK gefunden haben.

Neopor für 325.000 Menschen in Ekaterinburg

BASF und Renova Stroygroup haben eine strategische Partnerschaft für energieeffizientes Bauen in Ekaterinburg, Russland, (siehe Google-Maps) geschlossen. Im Neubaubezirk Akademitscheskij Rayon, einer der größten europäischen Baustellen, will Renova mit Hilfe von energieeffizienten Baumaterialien und Expertise der BASF Wohnungen für rund 325.000 Menschen errichten.

Neopor-Platte Als Wärmedämmverbundsystem

“In der Herstellung von Produkten und Systemlösungen für nachhaltiges Bauen ist BASF einer der führenden Anbieter am Weltmarkt, das beweisen wir jetzt in der Zusammenarbeit mit Renova“, sagt Dr. Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender der BASF. In Akademitscheskij Rayon wurde jetzt das erste Gebäude mit einem Wärmedämmverbundsystem mit einer Dämmplatte aus Neopor der BASF gedämmt. Sein Einsatz kann bis zu 50 Prozent Heizöläquivalente im Vergleich zu einem nicht gedämmten Haus. Zudem wird sich die BASF über ihr Tochterunternehmen Luwoge consult an der Konzeption und Planung eines Niedrigenergiehauses in Akademitscheskij Rayon beteiligen.

Nachfrage nach Energie bis 2020 um 40 Prozent senken

„Wir freuen uns, mit BASF diese aussichtsreiche Partnerschaft zu schließen“, sagte Veniamin Golubitsky, Vorstandsvorsitzender der Renova Stroygroup. „Unser Unternehmen setzt auf Nachhaltigkeit. Die Kooperation mit BASF in diesem Bereich bringt uns dabei einen guten Schritt weiter.“ Auch über das aktuelle Projekt hinaus wollen die beiden Unternehmen bei Initiativen zur Energieeffizienz im Föderationskreis Ural zusammenarbeiten. Das Projekt in Ekaterinburg ist ein Ergebnis der regelmäßig stattfindenden so genannten „Deutsch-russischen Konsultationen“ zwischen den Regierungen beider Länder und wurde 2008 beschlossen. Gemeinsame Modernisierungsvorhaben von Unternehmen sollen zum Ziel der russischen Regierung beitragen, die heimische Nachfrage nach Energie bis 2020 um 40 Prozent zu senken. Die Stadt Ekaterinburg und ihre Region gelten dabei als Pilotprojekt für energieeffizienten Städtebau.

Kategorien:Nachhaltigkeit, Politik
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