Burgen im Mittelrheintal, die Schlösser in Ludwigsburg und Heidelberg, die Kaiserdome in Speyer, Worms und Mainz – es sind nicht nur Architekturkenner, die beim Anblick dieser Bauten ins Schwärmen geraten. Jetzt ruft das SWR Fernsehen zur Abstimmung über die aufregendsten Bauwerke in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf. Die Zuschauer können ab sofort bis Ostermontag im Internet auf den Seiten von SWR.de/diebesten unter 50 Vorschlägen ihre Favoriten wählen. Das Ergebnis dieser Abstimmung zeigt das SWR Fernsehen an Fronleichnam, 23. Juni 2011, ab 17 Uhr in der einstündigen Sendung “Unsere aufregendsten Bauwerke”.
Schön, spektakulär, außergewöhnlich – mindestens eines dieser Attribute trifft auf jedes der ausgewählten Bauwerke zu. Natürlich fehlen für Baden-Württemberg weder das Ulmer Münster noch der Stuttgarter Fernsehturm oder die Basilika von Weingarten. Die Porta Nigra in Trier, die “Pfalz” bei Kaub oder das Arp-Museum gehören wiederum zu der langen Liste bekannter Bauwerke auf dem Gebiet von Rheinland-Pfalz. Und das Hundertwasserhaus in Plochingen, die Synagoge in Mainz, die Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim oder das Mercedes-Museum stehen in beiden Bundesländern für die architektonische Vielfalt der Moderne.
Doch in der Liste finden sich auch die berühmten “Geheimtipps”, die (noch) nicht zu den ersten touristischen Adressen gehören, so beispielsweise interessante Zweckbauten wie der Wasserturm in Worms, die Sayner Hütte oder die Kochertalbrücke bei Geislingen. Erinnert sich noch jemand an den Regierungsbunker bei Bad Neuenahr oder kennt die Geschichte der Stuttgarter Weißenhofsiedlung? Das SWR Fernsehen will mit seiner Aktion den Blick für Kunst, Kultur und Geschichte im Südwesten schärfen. Außerdem sorgen Experten und Prominente in der Sendung am 23. Juni für einen unterhaltsamen Streifzug durch die Geschichten hinter der Geschichte. Und ganz am Schluss steht noch die Antwort auf die Frage: Wer wird die Nummer 1 der aufregendsten Bauwerke?
Nun ist es offiziell – Deutschland ist Partnerland der “Business of Design Week” 2011 in Hongkong. Dies wurde jetzt vor Ort bekannt gegeben. Eingeladen haben die Veranstalter der seit 2002 stattfindenden Messe, das Hong Kong Design Centre und der Hong Kong Trade Development Council. Deutschland will sich unter dem Motto “Brand New Germany” als Land des innovativen Designs und der attraktiven Marken neuartig im asiatischen Raum präsentieren. Es reiht sich damit in eine Folge bedeutender Designnationen wie Frankreich, Italien und Japan ein. Das Tempo, mit der die Messe in den acht Jahren ihres Bestehens gewachsen ist, spiegelt die Dynamik der Region wieder.
Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, freut sich “sehr darüber, dass Deutschland als Partnerland der Business of Design Week 2011 in eine Reihe mit bedeutenden Designnationen wie Frankreich, Italien und Japan treten wird. Deutsche Unternehmen sind sehr erfolgreich darin, innovative Produkte und Dienstleistungen mit gut gestalteter und funktionaler Form zu verbinden. Das ist die beste Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Die deutsche Kreativwirtschaft wird in Hong Kong viele Gelegenheiten haben, Design, Lifestyle und Kreativität ‘Made in Germany’ in einer Wirtschaftsregion mit großem Zukunftspotential zu präsentieren. Darin liegen enorme Chancen!”
Im Rahmen eines klassischen Messeformats können deutsche Unternehmen ihre Designkonzepte vorstellen. Hinzu kommt das Forum der Kreativwirtschaft; Designschaffende können hier ihre Büros oder Agenturen präsentieren. Und nicht zuletzt wird es eine viertägige Kongress-Veranstaltung, geben. Deutsche Designschaffende und Unternehmen werden im Programm eine herausgehobene Rolle einnehmen.
Die Vorbereitungen für den Auftritt laufen bereits auf Hochtouren. Ansprechpartner für interessierte Unternehmen, Designer und Hochschulen ist der Rat für Formgebung. Die Bedingungen für eine Messebeteiligung sind bei der Messe Nürnberg GmbH zu erfragen.
- NürnbergMesse GmbH
Dirk Lauterbach, dirk.lauterbach@nuernbergmesse.de
Director International Pavilions
Messezentrum
90471 Nürnberg
Tel.: 0911 8606-86 95
Fax: 0911 8606-86 94
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will von der Bundesregierung wissen, wie hoch die Mehrkosten für das Humboldtforum in Berlin durch die von der Regierung beschlossene Verschiebung des Baubeginns sein werden. Zudem verlangen die Grünen in ihrer Kleinen Anfrage (17/2760) Auskunft darüber, wie hoch die Unterhalts- und Sanierungskosten für die Dahlemer Museen pro Jahr eingeschätzt werden, in denen derzeit die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst untergebracht sind, die ins Humboldtforum nach seiner Fertigstellung umziehen sollen.
Ein Panoramabild von Budapest ist mit 70 Gigapixeln das wohl aktuell größte Digitalfoto der Welt. Aufgenommen wurde es mit Hilfe eines ferngesteuerten Panoramakopfes, der im Abstand von Zehntelgraden die Auslöser von zwei Sony-Alpha-Spiegelreflexkameras betätigte. Die Aufnahmen wurden schließlich zu einem 590.508 × 120.750 Pixel großem Bild zusammengefügt.
Um das Panorama anzuschauen, zu verschieben und zu zoomen, muß das Silverlight-Browser-Plugin installiert sein. Bislang galt übrigens ein 45 Gigapixel großes Bild von Dubai als größtes Digitalfoto der Welt.
Die Idee der Neuerrichtung des Berliner Stadtschlosses hat für die Entwicklung einer Berliner Debattenkultur wichtige Impulse gegeben. Was die Stadt und das Land mit der Errichtung der Schlossarchitektur von Franco Stella handfest gewinnen würden, das wurde im Laufe der Jahre immer unklarer. Mit dem Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble, den Baubeginn in die nächste Legislaturperiode zu verschieben, wurde nun die Notbremse gezogen. Die Finanzkrise wurde zum letzten harten Argument gegen den 552 Millionen Euro teuren Prestigebau, dessen Betrieb weitere Millionen verschlingen würde, und das verschobene Schloss so zum neuen Symbol staatlicher Sparpolitik. Im Interview mit dem Kunstmagazin art äußerten sich die Schlossplatz-Akteure darüber, wie sie der neuen Situation begegnen.
- Für Peter Traichel, Geschäftsführer der Baukammer Berlin, hat die Regierung vor allem ihr Wort gebrochen und das derzeit größte Antikonjunkturprogramm für die Bauwirtschaft verabschiedet: “Von Einsparmaßnahmen kann schon wegen der drohenden Schadensersatzforderungen nicht die Rede sein. Der unverantwortliche Beschluss der Bundesregierung, auf ein Symbol von überragender nationaler und internationaler Bedeutung zu verzichten, steht auch für den Stopp öffentlicher Investitionsvorhaben im Bauwesen.”
- Zuversichtlichere Töne von Manfred Rettig, Vorstand Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum: “Politisch war dieses Bauprojekt mit der Fertigstellung 2014 ursprünglich völlig unrealistisch eingetaktet. Wir bekommen jetzt die Ruhe und Solidarität in die Planungsphase, die man für ein solches Großprojekt braucht. Trotzdem muss im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahnlinie 5 die Zeit im Auge behalten werden.”
- Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, äußerte art gegenüber, dass ein Problem des Vorhabens in der Außenwahrnehmung liege: “Noch immer wird das Humboldtforum vor allem als Bauprojekt, und nicht als das derzeit bedeutendste kulturpolitische Projekt des Landes gesehen.” Die Aussicht des Baubeginns 2014 trage auch mit sich, dass Investitionen an den falschen Orten geleistet werden müssen. Zum Bauerhalt des maroden Dahlemer Museums beispielsweise, welches seit Ende der neunziger Jahre den Umzug in das Humboldtforum plant. “Die Grundsteinlegung muss auf 2013 vorgezogen werden, das wäre jetzt ein ganz wichtiges Zeichen.”

Werner Sobek
Die Académie d’Architecture hat dem Stuttgarter Architekten und Ingenieur Prof. Dr. Dr. E.h. Werner Sobek am 24.6.2010 in Paris eine ihrer höchsten Auszeichnungen verliehen. Bei einer unter der Schirmherrschaft des französischen Kulturministers Frédéric Mitterand stattfindenden Preisverleihung wurde Werner Sobek mit der Grande Médaille d’Argent pour Recherche et Technique ausgezeichnet. Ort der Veranstaltung war der Plenarsaal der Académie de Médecine im Herzen von Paris. Die Laudatio auf Werner Sobek wurde von Bertrand Lemoine gehalten, dem Direktor der Ecole Nationale supérieure d’architecture de Paris-La Villette.
Mit der Auszeichnung der Académie d’Architecture wird Werner Sobek für seine Arbeiten auf den Gebieten der Konzeption und der Gestaltung leichter und ultraleichter Konstruktionen, der Entwicklung eines nachhaltigen Bauschaffens sowie für seine Beiträge zur Baukunst ausgezeichnet.
Werner Sobek leitet als Nachfolger von Frei Otto und Jörg Schlaich das Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart. Er ist zudem Mies-van-der-Rohe-Professor am Illinois Institute of Technology IIT in Chicago. Das Büro von Werner Sobek mit Niederlassungen in Stuttgart, Dubai, Frankfurt, Kairo, Moskau und New York steht weltweit für Engineering, Design und Nachhaltigkeit. Die Arbeiten des Büros zeichnen sich durch hochwertige Gestaltung auf der Basis von innovativem Engineering und ausgeklügelten Konzepten zur Minimierung von Energie- und Materialverbrauch aus. Das 1992 gegründete Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern entwirft und entwickelt Bauwerke in der ganzen Welt.
siehe auch:
Ende Juli startet die Stiftung Bauhaus Dessau die zweite Internationale Sommerschule unter dem Titel “Home is everywhere”
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, richtet die Stiftung Bauhaus Dessau auch 2010 wieder eine Internationale Sommerschule aus. Die Plätze waren schnell ausgebucht. 70 Studenten aus der ganzen Welt werden sich Ende Juli gemeinsam mit renommierten Architekten unter dem Motto “Home is everywhere” mit der Zukunft des Wohnens ohne festen Ort beschäftigen. Zehn Tage lang sind sie zwischen Gartensparte und Plattenbau, in Bungalows und einem Möbelhaus unterwegs, um die flüchtige Wohnwelt moderner Pendler und Berufsnomaden zu untersuchen. Das Studienobjekt: Dessau, einst Vorzeigeprojekt moderner Architekturrenegaten, heute schrumpfende Stadt mit vielen Pendlern. Was sie vorzuweisen hat, sind international aufgestellte Institutionen – vom Bauhaus bis zum Umweltbundesamt -, die eine Vielzahl von hochqualifizierten Stadtbewohnern auf Zeit anziehen. Wo wohnen sie, wie schaffen sie sich ein Zuhause? Ausgehend von Martin Wagners Visionen eines flexiblen Wohnens im “Wachsenden Haus”, so der Titel einer Ausstellung von 1932, sollen Phantasien für ein multilokales Wohnen in Dessau-Roßlau entstehen.
Wie im Vorjahr wird es auch diesmal wieder einen Tag mit öffentlichen Vorträgen im Dessauer Stadtraum geben. Am 25. Juli 2010 geht es um globalisierte Häuslichkeit, wildes Siedeln und Wohnübungen im 21. Jahrhundert. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
siehe auch: www.bauhaus-dessau-summerschool.de
Mindestens drei Jahre länger als ursprünglich geplant müssen die Berliner auf den Wiederaufbau des Stadtschlosses warten – so hat es die Bundesregierung heute auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündet. Aufgrund von Sparmaßnahmen wird der Baubeginn zunächst von 2011 auf 2014 verschoben.
Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, hat sich anlässlich der Entscheidung nun für eine gedankliche Neuorientierung auf dem Berliner Schlossplatz ausgesprochen. “Der Beschluss des Bundeskabinetts ist nicht nur eine Sparmaßnahme. Seit Jahren rückläufige Spenden ebenso wie jüngste Umfrageergebnisse beweisen, dass die Rekonstruktion der barocken Fassade und das Humboldt-Forum in weiten Teilen der Öffentlichkeit keinen Rückhalt haben. Dies ist nicht nur eine Frage der Architektur, sondern auch des Nutzungskonzepts, das nicht überzeugt. Die bisherige Idee des Humboldtforums wirkt zusammengewürfelt und ist in sich nicht schlüssig. Nach einem jahrelang politisch und ideologisch geprägten Streit muss über die Bebauung des Schlossareals neu nachgedacht werden”, sagte Oswalt.
Bauhausdirektor zum Stadtschloss: Neu nachdenken!
Bundeskanzlerin verkündet Verschiebung des Baubeginns auf 2014 – Bauhausdirektor Philipp Oswalt fordert neues Konzept für Bau und Nutzung
Mindestens drei Jahre länger als ursprünglich geplant müssen die Berliner auf den Wiederaufbau des Stadtschlosses warten – so hat es die Bundesregierung heute auf einer Pressekonferenz in Berlin verkündet. Aufgrund von Sparmaßnahmen wird der Baubeginn zunächst von 2011 auf 2014 verschoben.
Der Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, hat sich anlässlich der Entscheidung nun für eine gedankliche Neuorientierung auf dem Berliner Schlossplatz ausgesprochen. „Der Beschluss des Bundeskabinetts ist nicht nur eine Sparmaßnahme. Seit Jahren rückläufige Spenden ebenso wie jüngste Umfrageergebnisse beweisen, dass die Rekonstruktion der barocken Fassade und das Humboldt-Forum in weiten Teilen der Öffentlichkeit keinen Rückhalt haben. Dies ist nicht nur eine Frage der Architektur, sondern auch des Nutzungskonzepts, das nicht überzeugt. Die bisherige Idee des Humboldtforums wirkt zusammengewürfelt und ist in sich nicht schlüssig. Nach einem jahrelang politisch und ideologisch geprägten Streit muss über die Bebauung des Schlossareals neu nachgedacht werden“, sagte Oswalt.
Der New Yorker Star-Architekt Peter Marino findet Museen nicht einladend genug: “Museen haben oft etwas Pompöses, Steifes”, sagt er im Interview mit der Kunstzeitschrift Weltkunst (erscheint im ZEIT Kunstverlag in München). Es sei der falsche Weg, mit Blockbuster-Ausstellungen von dieser Tatsache ablenken zu wollen: “Museen sollten kein Marketing betreiben. Sie sollten ihre ständigen Sammlungen attraktiver präsentieren”, fordert er. Kuratoren zählen für Marino nicht zu den besten Gestaltern: “Sie denken, dass jeder Besucher aus dem Häuschen ist, wenn er eine bestimmte Tasse sieht – selbst wenn sie akademisch in einer Vitrine ausgestellt wird.” Der Durchschnittsbesucher aber denke nicht so.
Peter Marino, der die Flagship Stores der Luxus-Labels wie Louis Vuitton, Armani und Chanel erfand, hat erst kürzlich die umfangreiche Porzellansammlung im Dresdner Zwinger neu arrangiert.
Die Weltkunst widmet ihre Juniausgabe der Art Basel, dem Gipfeltreffen der modernen und zeitgenössischen Kunst: Kunstexperten verraten, was sie von der 41. Art Basel erwarten. Die Redaktion stellt den Künstler Matthew Barney vor, dem Basel eine Ausstellung widmet. Zudem erzählt Arne Quinze exklusiv, wie ihn afrikanische Masken zu seinem neuesten Werk inspirierten.